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Geschichte des Roten Kreuzes
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Heinry Dunant
* 08. März 1828 + 30. Oktober 1910 |
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Die Geschichte des Roten Kreuzes beginnt 1859 mit einer Reise des Schweizer Geschäftsmannes Henry Dunant in die Lombardei, wo er bei Solferino zufälliger Augenzeuge einer blutigen Schlacht wurde. Erschüttert stellte er fest, dass tausende von verwundeten Soldaten ohne jegliche Hilfe auf dem Schlachtfeld zurückgelassen und damit dem sicheren Tod ausgeliefert worden waren. Dieses furchtbare Geschehen stand am Anfang des Rotkreuz-Gedankens. |
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Schockiert vom Elend der Opfer und der Hilflosigkeit der Sanitäts-
kräfte reifte in ihm der Gedanke an eine internationale Hilfsorgani-
sation. Er berichtete in seinem Buch "Eine Erinnerung an Solferino", über die Unzulänglichkeiten der Sanitätsdienste der Armee und schlug vor, in Friedenszeiten "freiwillige Helfer" auszubilden und deren Neutralisierung im Falle eines Krieges durchzusetzen. |
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Sein Erlebnisbericht erschütterte ganz Europa und half ihm, auch Staatsoberhäupter auf seine Idee aufmerksam machen. Bereits 1863 konnte in Genf das Internationale Komitee vom Roten Kreuz gegrün-
det und nur ein Jahr später die erste Genfer Konvention erlassen werden. |
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Bald nach seiner Entstehung wurden die Ziele des Roten Kreuzes wei-
ter gesteckt als ursprünglich vorgesehen. Nicht nur im Kriegszeiten, sondern auch im Frieden, sollte es den Menschen humanitäre Hilfe bringen: Fürsorge für Gebrechliche, Alte und Jugendliche. Hilfe bei Naturkatastrophen, im Kampf gegen Krankheiten und bei der Rettung aus allgemeinen Gefahren. |
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Ab 1863 entstanden auch in Deutschland die ersten Rotkreuz-Vereini-
gungen, die sich 1869 zu einer Gesamtorganisation zusammen-
schlossen. Aus dieser Gesamtorganisation entstand am 25. Januar 1921 das Deutsche Rote Kreuz. |
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Von den Nationalsozialisten wurde das Rote Kreuz 1937 dem Innen-
ministerium unterstellt. 1945 ging die staatliche Autorität auf die vier Besatzungsmächte über. Die Amerikaner und Engländer ließen die Rotkreuz-Kreisverbände weiterarbeiten, die Franzosen lösten für etwa ein Jahr die Rotkreuz-Organisationen auf und die Sowjets untersagten jegliche Rotkreuztätigkeit. |
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Die Teilung Deutschlands nach Ende des 2. Weltkrieges bedeutete auch das Ende eines einzigen nationalen Roten Kreuzes in Deutsch-
land. Nach Gründung der Bundesrepublik entstand das Deutsche Rote Kreuz e.V., das am 26. Juni 1952 vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) anerkannt und am 24. Juli 1952 in die Liga der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften aufgenommen wurde. In der Deutschen Demokratischen Republik entstand das DRK am 23. Oktober 1952; freiwillige Rotkreuzhelfer übernahmen Aufgaben des Gesundheits- und Sozialwesens. |
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Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wurde auch die Einheit des Deutschen Roten Kreuzes wieder hergestellt.
Mit Wirkung vom 1. Januar 1991 erklärten die sechs neugebildeten Landesverbände des Roten Kreuzes ihren Beitritt zum Deutschen Roten Kreuz . |
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Heute ist das Deutsche Rote Kreuz Teil einer weltweiten Gemein-
schaft von Menschen in der Internationalen Rotkreuz- und Rothalb-
mondbewegung, die Opfern von Konflikten und Katastrophen sowie anderen hilfsbedürftigen Menschen unterschiedslos Hilfe gewährt, allein nach dem Maß ihrer Not.
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